Der Pippilottatörn

Die Pippilotta ist ein Schiff mit sieben Segeln …
…. wir wollen mit ihr einmal rund um die Ostsee fahren.

Die Mannschaft der Pippilotta soll aus Jugendlichen aus allen Ostsee-Ländern bestehen:

Polen, Litauen, Lettland, Estland, Russland, Finnland, Schweden, Dänemark, Deutschland – neun Länder sind das insgesamt.

Wir leben zusammen in Europa und wissen wenig voneinander, obwohl unsere Länder nicht weit entfernt liegen. Wir können uns einfach erreichen. Die Idee ist es, junge Menschen aus den Ostsee-Anliegerländern zusammen zu bringen und den Austausch zu fördern.

Wer möchte Mitsegeln auf dem Boot der Begegnung,
auf dem Boot Toleranz?

Fünfundzwanzig Jugendliche aus neun Ländern werden auf einem Dreimaster
einmal rund um die Ostsee fahren.

und zwar genau andersherum – als üblich – entgegen dem Uhrzeigersinn.

– wenn der Wind so will –

Die Reiseroute lautet:
Warnemünde – Gdansk – Riga – Talinn – St.Petersburg – Helsinki – Stockholm – Kopenhagen – Kappeln (Heimathafen)

Natürlich kann alles auch ganz anders kommen. Die Mannschaft ist flexibel.

Das ist ein Abenteuer mit offenem Ausgang.

Wir bereisen die Ostsee, so wie die alten Wikinger, wir benutzen anstelle der Muskelkraft vor allem die Kraft des Windes. Natürlich wissen wir vorab nicht, woher der Wind weht und wohin er uns trägt. Doch wir haben einen Plan.

Wir finden die Jugendlichen in einem Casting, das multimedial übertragen wird und auch im Internet zu verfolgen ist.

Wer ist bereit Begegnung der Natur und ihren Urgewalten zu begegnen, Wind und Wetter?

Wir wollen den Spaß am Abenteuer im „real live“ bei den Beteiligten und beim Publikum wecken.Das Publikum wird über das Internet live dabei sein.

Eines steht fest:
Es wird eine lange Reise werden. Ein altes Segelschiff bewegt sich in etwa mit der Geschwindigkeit eines Fahrrades vorwärts – nur eben nicht auf dem Land sondern über das Meer.
Das bedeutet Entschleunigung gerade im Zeitalter des Internets und der digitalen Medien. So eine Reise funktioniert nur, wenn die Mannschaft zusammensteht, jeder seine Aufgaben kennt.

Kapitän Hartwig Schröder ist ein alter Seebär. Er fährt seit vierzig Jahren auf alten Segelschiffen und hat sich mit seiner Crew auf Kinder und Jugendreisen spezialisiert.

Zum Geleit

Wir schauen ins Bordbuch der Pippilotta, heute website genannt, nach wichtigen Hinweisen für den Törn:

Meer erleben, aktiv sein, Neues lernen, Altes bewahren, dafür steht Pippilotta.  Vom Schönwettersegeln in der dänischen Südsee bis zur Herbstwindfahrt durch die Ostsee, von Lyø bis Pitcairn, von Jung bis Alt, vom Lernen und Anpacken bis zum Seele baumeln lassen und Nichts tun, von altem Stahl bis zur modernen Elektronik, soweit – und weiter – reicht der Horizont unseres Vereins.“

Das Schiff gehört also einem gemeinnützigen Verein.

Das Schiff

Die „Pippilotta“ wurde 1933 in Elsfleth an der Weser als Logger für die Hochseefischerei gebaut. Nach Jahren des aktiven Fischfangs diente sie in Norwegen als Frachtschiff. Wir haben sie 1990 erworben, gründlich restauriert und zu einem traditionellen Dreimastschoner umgebaut. Aus dem einst mit Fisch und Fracht gefülltem Laderaum entstanden gemütliche Unterkünfte, wobei die Atmosphäre des alten Schiffes erhalten blieb.

In ihrem neuen Leben als Traditionsschiff hat sich „PIPPILOTTA“ in unzähligen Abenteuern und auf den Routen der Weltmeere seither als überaus zuverlässiges und sicheres Schiff bewährt. Der spröde Charme des ehemaligen Arbeitsschiffes verbindet sich mit der einfachen, aber liebevollen Einrichtung zum idealen, schwimmenden „Zuhause auf Zeit“.

Die „Pippilotta“ ist ein amtlich zugelassenes Traditionssschiff und eine zertifizierte Unterbringungsstätte für Kinder und Jugendliche. Alle Törns die wir unternehmen sind Ausbildungstörns, denn eine alte Seemannsweisheit besagt: Jedes Segelschiff ist ein Schulschiff.“
Also: Niemand muss Angst haben – es ist alles sicher und zertifiziert.

Aufenthalt an Bord

„Das (Zusammen-)Leben an Bord wird von anderen Dingen als an Land geprägt. Wind und Wetter sind bestimmende Elemente. Statt des gewohnten Luxus an Land bietet das Schiff robuste Einfachheit. Der begrenzte Raum an Bord schafft ungewohnte Situationen. Gemeinschaftssinn und gegenseitige Rücksichtnahme sind besonders wichtig.
Man ist nicht PassagierIn, sondern Mitglied der Crew, die die „Pippilotta“ segelt.

Also: Schminkzeug und solchen Kram, kann man beruhigt zu Hause lassen.

„Mit der Einschiffung an Bord wird der/die Angemeldete Mitglied der Besatzung als MitseglerIn. Segelkenntnisse sind nicht Voraussetzung. Jede/r nimmt im Rahmen der eigenen Möglichkeiten an den Arbeiten an Bord wie Segelmanöver, See- und Hafenwache, Ruder, Ausguck, Backschaft und Reinschiff teil und verpflichtet sich die Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Das Schiff wird am Ende des Törn von den TeilnehmernInnen gründlich gereinigt und sauber hinterlassen.

Zu den Aufgaben an Bord gehören neben der Segelführung und den alltäglichen Arbeiten – wie z.B. in der Kombüse zu helfen – der Wachdienst mit Ausguck halten, Ruder gehen und Navigieren. In der wachfreien Zeit kann es, je nach Thema der Reise und Interessen, Angebote zu Schiffsgeschichte, Knotenkunde, Navigation und Wetterkunde geben.“

NOCH FRAGEN?
ODER KANNS LOSGEHEN?

„Seglerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, sondern werden während der Reise in der Praxis erworben.“

ALSO LEINEN LOS.

„Jedes Segelschiff ist ein Schulschiff“, sagt eine alte Seemannsweisheit.

(Textbausteine des Geleittextes haben wir mit freundlicher Genehmigung von der website der „Pippilotta“ übernommen)

Unsere Reise

Wer kann sich bewerben?
Wie lange dauert die Reise?
Wie verläuft die Reiseroute?

Also: Wir suchen die stärksten und mutigsten Mädchen und Jungs der Ostsseeländer. Sie müssen wetterfest und seetauglich sein, denn die Ostsee ist ein kleines aber kein ungefährliches Meer, das weiß jeder Seemann. Sie können aus den Ländern Polen, Litauen, Lettland, Estland, Russland, Finnland, Schweden, Dänemark, Deutschland kommen. Das gibt ein babylonisches Sprachengemisch. Jeder ist willkommen, der mehr als eine Sprache spricht. Die Arbeitssprache an Bord wird englisch sein.

Die Jugendlichen können sich zum „international casting“ anmelden. Die erste Crew geht aus dem ersten Casting hervor. An Bord werden fünf Mannschaften gebraucht , die die verschiedenen Segel bedienen. Die „Pippilotta“ setzt gewöhnlch sieben Segel, bis auf vierzehn Segel kann die Takellage erweitert werden. Fünf Jugendliche sind ein Team, fünf verschiedene Segel hat das Boot. Es werden Länderteams gebildet, die auch die Ländernamen tragen, z.B. „Polen“, „Finnland“, „Deutschland“, „Russland“. Das bringt einen hohen Grad an Identifikation, vor allem für das Publikum, das über das Internet in das Geschehen an Bord einbezogen ist. Die Teams sind international zusammengesetzt. Wir wollen den Dialog der Kulturen. Die Jugendlichen sollen zusammen die Probleme an Bord lösen, von der Navigation bis zum Segelsetzen.

Das Auslaufen der „Pippilotta“ soll während der Warnemünder Segelwoche Anfang August stattfinden. Die vielen Segelschiffe und Jollen bilden eine großartige Kulisse und können sogar im Geleit fahren.

Das Wiedereinlaufen in Deutschland wäre dann im Heimathafen Kappeln in Schleswig/Hollstein. Wann das sein wird, läßt sich schwer voraussagen, im Spätherbst vermutlich.
Bis dahin hat die Mannschaft möglicher Weise ein oder zweimal gewechselt.

und ihren Zuschauern. Die Generation der „digital nativs“ verbringt von klein auf an sehr viel Zeit am Bildschirm mit virtuellen Abenteuern. Da wollen wir gegensteuern und Lust auf Leben und Erlebnisse machen – auf tatsächliche Begegnungen mit Gleichaltrigen aus verschiedenen Nachbarländern, anstelle der Facebook-Dialoge.

Wir können es nicht verschweigen:

Auf einem alten Segelschiff verbringt man nicht gerade einen Komforturlaub.  Auf so einem Schiff muss jeder mit anpacken. Wer hier aufsteigt lässt sich auf ein Abenteuer ein und er lässt die Segnungen der modernen Gesellschaft ein Stück weit hinter sich zurück. Die Kajüten sind eng, die Kojen liegen in drei Etagen übereinander. Auf dem Schiff gibt es nur drei Steckdosen, in denen Handys aufgeladen werden können und Strom nur im Hafen. Es gibt nur einen kleinen Spiegel und keine Dusche. Für Mädchen kann das ein Problem sein. Styling ade. Naturlook ist angesagt.

Nur zusammen werden die Jugendlichen bestehen. Nur als Mannschaft können sie das Schiff segeln, nur wenn jeder genau weiß, was er zu tun hat. Es werden verschiedene  Teams gebildet, die gemeinsam die Segel setzen und zusammen kochen, wobei jedes Team für bestimmte Segel verantwortlich: Vorsegel, Klüwer, Großsegel usw. Wer das Groß setzt, muss eventuell auch in den Mast klettern, wer die Klüver, ganz vorn an der Bootsspitze setzt, muss den Mut haben, ins Klüvernetz zu klettern.

Wie soll das Unternehmen technisch realisiert werden?
Ist es möglich eine real-live show zu organisieren?
Zeitgleich oder zeitnah zu senden?

Auf dem werden an verschiedenen Orten Kameras installiert, über Deck, unter Deck, in der Kombüse etc., die über eine Bildregie wahlweise angesteuert werden können. Außerdem fährt ein Team mit, das nicht viel älter ist als die Protagonisten und aus Film- und Medienstudenten besteht. Eine Sendung von jungen Leuten – für junge Leute. Sie sollen den Mut und die Möglichkeit haben eingefahrene Weg zu verlassen und ihre Fragestellungen und Themen zu bearbeiten. Fernsehen braucht die junge Generation!

Was heißt multimedial?

Eine Ap schreiben, die Auswirkungen auf das reale Leben hat. Zuschauer können in die reale Reise eingreifen, über ein Ap die tatsächliche Reiseroute bestimmen und den Abenteurern Aufgaben stellen, die diese lösen müssen.

Beispiel: kaufe in Talinn beim Blumenhändler an der Ecke fünfzehn Rosen und verschenke ein Lächeln

Schiffsplan / Skizze

Der Liegeplatz der Pippilotta ist Kappeln an der Schlei in Schleswig/Holstein,
Ausgangs- und Endpunkt aller Reisen mit der „Pippilotta“

Wie?

An Bord gibt es einen kleinen Regieraum, mit der Möglichkeit das Material zu schneiden und zu versenden. Am Mast der Pipillotta wird eine Satellitenschüssel installiert. So besteht die Möglichkeit kleine „Filmschnipsel“ sofort online zu stellen und der Community, die die Reise begleitet, fortlaufend vom Leben an Bord zu berichten.